In Kelkheim betreibt Strobel seit zwei Jahren ein Grafikbüro. Im selben Haus lebt und malt er auch: Arbeit, Familie und Atelier unter einem Dach, das mag er. Strobel läuft gern. Ob durch Frankfurt oder durch den nahen Wald. Und wenn er allein läuft, wird das für ihn zur Zeit der Inspiration. Als Zuschauer, nicht eingebunden in das Alltagsgeschäft, öffnet sich ihm seine Umgebung, und er nimmt wahr, was zu einem Motiv werden könnte. "Im Erledigungszwang beraubt man sich oft seiner eigenen Wahrnehmung", sagt Strobel. Seine Ölgemälde lassen jene "freien Momente" jenseits aller Zwänge spüren. Jörg Strobels Bilder sind kompliziert und einfach zugleich, kalkuliert und doch auf eigentümliche Weise offen. Sie markieren Momente des Heraustretens aus dem Alltag: Blicke, die eine Waldszenerie nach einem Blitzschlag, die Frankfurter Hochhauskulisse, die Aussicht vom Dom über den Main nach Sachsenhausen, eine Feldberg-Ansicht aus der Ferne, den Eisernen Steg oder das Kelkheimer Kloster in den Fokus nehmen.

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